Vereinigung Liberaler Ärzte e.V. (VLÄ)

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Montag, 6. Februar 2012

Pressemitteilung vom 17.09.2009

Vereinigung Liberaler Ärzte begrüßt politischen Wandel

Mit Dr. med. Philipp Rösler als neuem Bundesgesundheitsminister geht nicht nur das Gesundheitsressort an die FDP, sondern wird auch ein Arzt Chef im BMG. Der bisherige gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, wird parlamentarischer Staatssekretär.

Doch nicht nur diese Personalien sind für uns liberale Ärzte ein Grund zum Jubeln. Auch inhaltlich trägt die Koalitionsvereinbarung zur Gesundheitspolitik eindeutig die Handschrift der FDP. Anstelle ideologischer Grundsätze wurden rationale Zielsetzungen formuliert. Sie enthält das klare Bekenntnis zur Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit und zur freien Arztwahl, als Basis für das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten. Die schwarz-gelbe Koalition verpflichtet sich, diese Struktur der ambulanten Versorgung aufrecht zu erhalten. Die Zulassung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) wird eingeschränkt. Ferner stellt die Koalitionsvereinbarung fest, dass ein verständliches Vergütungssystem notwendig wird, welches Leistungen adäquat abbildet, und bei dem regionale Besonderheiten Berücksichtigung finden müssen. Um die Transparenz für Ärzte wie Versicherte zu erhöhen, sollen die Möglichkeiten der Kostenerstattung ausgeweitet werden. Schließlich wird eine Anpassung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) an den aktuellen Stand der Wissenschaft unter Berücksichtigung der Kostenentwicklungen in Aussicht gestellt. Des Weiteren ist ein Ende der Richtgrößenprüfungen bei der Medikamentenverordnung und eine Abschaffung der Praxisgebühr in der bisherigen Form in Sicht.

Die Vereinigung Liberaler Ärzte e.V. (VLÄ) wertet das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen als einen großen Erfolg. Auch wenn unsere Forderungen nicht in vollem Umfang berücksichtig werden konnten: die notwendige Kurskorrektur in der Gesundheitspolitik ist eingeleitet. Die VLÄ wird den jetzt eingeleiteten Prozess zum Umbau hin zu einem freiheitlichen, sozial verantwortlichen und zukunftsfähigen Gesundheitssystem, in dem die Arzt-Patientenbeziehung wieder im Mittelpunkt steht, aktiv unterstützen.



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